Was war los 2011? Persönlicher Jahresrückblick

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Das Jahr 2011 war für mich ein Jahr wie ich es keinem Sportler wünschen würde: Krankheit, Verletzung und die daraus resultierenden Formschwankungen waren eine Herausforderung für Körper und Geist. Im Winter zwei aufeinanderfolgende Grippewellen und im Sommer eine Muskelentzündung, machten es mir unmöglich meine Leistung im Wettkampf abzurufen.

Einfach Pech gehabt oder Probleme im Konzept?

Das Unglück spielte in diesem Jahr eine große Rolle, dennoch kann ich auch Lücken in meinem persönlichen Leistungskonzept erkennen. Eine fehlende Leichtathletikhalle im Rheinland macht sich nicht nur bei der Trainingsqualität bemerkbar, sondern ist auch Ursache für viele, kleine grippale Infekte, die ich in den letzten Jahren verstärkt überstehen musste. Das Immunsystem von Leistungssportlern wird durch das hohe Trainingspensum besonders beansprucht, da kann es nicht hilfreich sein wenn der angeschlagene Athlet bei Minusgraden im Stadion seine Runden dreht!

Den Trainingsaufbau habe ich im vergangenen Jahr mit meinem Trainer Martin Schmitz weiter professionalisiert, doch auch eine Muskelentzündung hat ihre Ursache. Auch hier muss ich einen kritischen Blick auf mein Trainingskonzept werfen. Umfang und Intensität der Trainingsbelastung habe ich in diesem Jahr gesteigert und habe damit gute Trainingsresultate erzielen können, doch vielleicht war die Steigerung zu groß. Leider verpasst habe ich durch meine Verletzung die Chance auf Medaillen bei nationalen Titelkämpfen und die Teilnahme bei den U23 Europameisterschaften in Ostrava (CZ).

Was wird in der kommenden Saison anders?

Die Hallenproblematik und das damit verbundene Krankheitsrisiko versuche ich durch eine Kompromisslösung zu meistern. Durch den Beginn meines Sportmanagement Studiums am RheinAhrCampus in Remagen halte ich es nicht für sinnvoll, wie ursprünglich geplant, den gesamten Winter an einem entfernten Olympiastützpunkt zu trainieren. Viel mehr arbeite ich zurzeit an einem Konzept, welches Wintertraining und Studium in ausgeglichenen Maßen berücksichtigt. Geplant ist ein regelmäßiger aber kein dauerhafter Aufenthalt an einem Olympiastützpunkt außerhalb der rheinländischen Grenzen.

Fazit!

Detaillierte Ursachenforschung und alternatives Präventionstraining gehören zu meinem Alltag im Wintertraining. Von dem neuen Trainingskonzept der vergangenen Saison bin ich überzeugt, allerdings muss ich aktivere Regenerationselemente einplanen und die Umfänge langsamer steigern. Ich hoffe, dass die Verletzung keine Probleme mehr verursacht und ich mich im nächsten Jahr voll auf mein Training konzentrieren kann.

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